Spiele und Aktivitäten in der Turnhalle

Silbenspiel (ab 4 Jahre)

Ein Kind steht am Ende der Turnhalle und hat einen Stapel großer Bildkarten, die man gut sehen kann. Am anderen Ende stehen die Spieler, maximal fünf Kinder. Während das Kind die Bildkarten der Reihe nach hochhält, gehen die Spieler die jeweilige Anzahl der Silben in Schritten.

Wird beispielsweise ein Dinosaurier hochgehalten, gehen sie fünf Schritte und sagen dabei laut: „Di – no – sau – ri – er.“ Ziel ist es, möglichst große Schritte zu machen. Wer als erstes am anderen Ende ankommt, hat gewonnen. Wer schummelt, muss hinter den letzten Spieler zurück gehen.

Achtung – fertig – Auto! (Ab 4 Jahre)

Ein Wettrennspiel für die Turnhalle, bei dem verschiedenen Gegenstände oder Bildkarten an einem Ende der Turnhalle verteilt werden. Jeder Gegenstand, bzw. jede Karte sollte zweimal vorkommen. Am anderen Ende der Turnhalle stellen sich zwei Kinder für das Wettrennen auf. Wenn Sie beispielsweise verschiedene Fahrzeuge in der Turnhalle verteilt haben, rufen Sie als „Startschuss“ das Wort für eins der Fahrzeuge. Z. Bsp.: „Achtung – fertig – AUTO!“ Die beiden Kinder rennen los und wer als Erster ein Auto eingesammelt und zurück zur Startlinie gebracht hat, hat gewonnen.

Fischer und Fische (ab 3 Jahre)

Ein in Frankreich beliebtes Kinderspiel, bei dem die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt werden: die Fischer und die Fische. Die Fischer bilden einen Kreis und einigen sich, ohne dass die Fische es hören, auf eine Zahl – zum Beispiel 9. Nun zählen die Fischer laut bis 9, während die Fische durch das Netz der Fischer, also den Kreis, huschen. Sind sie bei 9 angekommen, gehen die Fischer alle gemeinsam in die Knie und schließen so den Kreis. Die Fische, die sich im Netz befinden, sind gefangen und werden zu Fischern. Das Ganze wird wiederholt, bis nur noch ein Fisch übrig ist – der Gewinner.

Farbenringe (ab 3 Jahre)

Legen Sie verschiedenfarbige Ringe in der Turnhalle aus. Alle Kinder gehen in der Turnhalle herum, dann rufen Sie: „Achtung – GRÜN!“ Nun müssen sich alle Kinder schnell einen grünen Ring suchen und hineinstellen. Wenn nicht genug Ringe und zuviele Kinder da sind, könnnen sich auch mehrere Kinder jeweils mit einem Fuß im Ring zusammen hinstellen. Wenn alle einen Ring gefunden haben, geht es weiter. Ab 4 Jahren kann man das Spiel auch nach dem Reise-nach-Jerusalem-Prinzip spielen.

Ente, Ente, Ente, Kuh! (ab 3 Jahre)

Ein weiteres Spiel für die Turnhalle, bei dem die Kinder im Kreis auf dem Boden sitzen. Ein Kind hat ein Stofftier in der Hand, zum Beispiel eine Ente und geht außen um den Kreis herum. Dabei stubst es jedes Kind, an dem es vorbei kommt, sanft mit dem Stofftier auf den Kopf und sagt: „Ente.“ So geht es herum, bis es dann bei einem Kind ein anderes Tier sagt, zum Beispiel: „Kuh.“ Die „Kuh“ springt nun auf und versucht die „Ente“ zu fangen. Die Ente läuft einmal um den Kreis herum und setzt sich schnell an den Platz der Kuh. Es sei denn, die Kuh schafft es, die Ente zu fangen, dann kommt sie in die Mitte des Kreises in die „Suppe“ und bleibt dort, bis ein neues Kind sie ablöst. Bei Dreijährigen bleibt man besser bei zwei Tieren, aber bei älteren Kindern kann man jedesmal neue Tiere verwenden.

Achtung Sturm (ab 4 Jahre)

„Achtung Sturm“ ist ein ganz einfaches Bewegungsspiel für die Turnhalle. Hängen Sie Bilder von Sonne, Wolken, Regen, Schnee und Regenbogen in der Turnhalle an die Wand. Sobald die Kinder die Regeln können, wird eins der Kinder die Kommandos geben. Beim ersten Mal müssen Sie vormachen, was zu tun ist (Das hält fit :-))

Die Kinder laufen in der Turnhalle umher. Rufen Sie zum Beispiel; „Wolke“, müssen alle Kinder schnell zum Bild mit der Wolke laufen, rufen Sie: „Sonne“, rennen alle zur Sonne. Tun Sie dabei schon so, als wollten Sie sie fangen, damit sie sich schnell neben der richtigen Karte in Sicherheit bringen.

Rufen Sie: „Achtung Sturm“, geht das Fangenspielen erst richtig los. Nun gibt es kein „Haus“ mehr und Sie fangen alle Kinder. Wer gefangen ist, setzt sich an die Seite. Der Letzte, der übrig ist, hat gewonnen und darf als Nächster die Kommandos geben. Schauen Sie zu, dass es jemand ist, dem Sie zutrauen, dass er die Regeln schon verstanden hat. Nach ein paar Mal üben klappt es meist ganz gut, und das Spiel wird gern angenommen.

Feuer Wasser Sturm (ab 4 Jahre)

Ein klassisches Turnhallenspiel, bei dem die Kinder sich frei bewegen, bis sie eins der drei Kommandos hören. Erklären Sie vor dem Spiel die Begriffe Feuer, Wasser und Sturm mit Bildkarten und Gesten:

  • Wasser – auf etwas drauf stellen
  • Feuer – hinlegen
  • Sturm – irgendwo festhalten

Rufen Sie zum Beispiel laut: „Achtung - Feuer“, müssen sich alle schnell hinlegen, der Letzte scheidet aus. Wer zum Schluss übrig ist, gewinnt und ist als Nächster dran, die Kommandos zu geben.

Mit Dreijährigen kann man die simplere Variante spielen, bei der überall in der Turnhalle Matten liegen, die Boote repräsentieren. Die Kinder laufen herum und sobald Sie „Wasser“ rufen, müssen sie schnell in ein „Boot“ springen. Dann stehen alle wieder auf und laufen herum.

Linienfangen (ab 5 Jahre)

In den meisten Turnhallen sind Linien auf dem Boden, man kann aber auch bunte Seile oder Ringe auslegen, um sich zu behelfen. Ein Kind ist der Fänger und ruft verschiedene Farben. Die anderen Kinder müssen dann schnell zu einer Linie in der richtigen Farbe laufen und sich darauf stellen. Sobald der Fänger eine Farbe ruft, die in keiner Linie vorkommt, zum Beispiel „rosa!“, rennen alle Kinder schnell weg und der Fänger versucht sie zu fangen. Der Letzte, der übrig ist, ist der nächste Fänger (es sei denn, der Fänger ist schon früher aus der Puste, dann kann er sich aussuchen, wer als Nächster dran ist).

Das Spielprinzip lässt sich auch prima auf andere Wortgruppen übertragen, indem man Bereiche in der Turnhalle zum Beispiel mit Bildkarten oder Stofftieren kennzeichnet. Ruft man zum Beispiel: „Löwe“, müssen alle zum Stofflöwen laufen, ruft man: „Krokodil“, es ist aber kein Krokodil da, geht das Fangen los.

Essen oder Trinken (ab 5 Jahre)

Die Turnhalle wird in drei Bereiche geteilt. Im größten Bereich laufen die Kinder herum, dann erklären Sie, dass man beispielsweise in den rechten Bereich laufen muss, wenn man etwas zu trinken hört, und in den linken, wenn das gesagte Wort etwas zu essen ist. Rufen Sie zum Beispiel laut: „Cola!“, rennen alle nach rechts, rufen Sie: „Banane“, laufen alle in den linken Bereich. Der Langsamste scheidet aus. Wer als Letzter noch da ist, ist als Nächster dran, und gibt die Kommandos. Auch dieses Spiel lässt sich auf andere Wortgruppen übertragen, zum Beispiel:

  • Tier oder kein Tier?
  • Fahrzeug oder Kleidungsstück?
  • Groß oder klein?

Wichtig ist es, dass Sie sich vorher gute Wörter überlegen. Man kann auch Dinge sagen wie „Osterhase“ oder „Tannenbaum“ - das passt in keine Kategorie. Fragen sie laut: „Kann man den Tannenbaum trinken?“ - alle rufen: „Neiiin!“, … „Aber einen Schokoladenosterhasen kann man schon essen, oder?“, „Jaaaa!“

Wolf und Schafe (ab 4 Jahre)

Legen sie 4 – 6 Ringe in unterschiedlichen Farben in der Turnhalle aus. In jedem Ring steht ein Kind, sie sind die „Wölfe“. Die anderen sind die „Schafe“. Nun gehen die Schafe in der Turnhalle herum und sie sagen Sätze wie: „Der Wolf ist grau“, „Der Wolf ist rosa“. Sobald die Farbe auf einen Ring, in dem ein Wolf steht, passt, rennt dieser los und versucht, die Schafe zu fangen. Sind alle gefangen, wird er auch zum Schaf und es geht von vorne los. Natürlich lässt sich auch hier wieder das Spielprinzip auf andere Wortgruppen übertragen. Zum Beispiel: „Der Wolf hat einen Schal an“, oder „Der Wolf hat Handschuhe an“ etc.

Die Frühlingsfee (ab 5 Jahre)

Für das Bewegungspiel „Frühlingsfee“ brauchen Sie nur einen Zauberstab. Beim ersten Mal machen Sie vor, was zu tun ist, dann dürfen die Kinder die Fee sein. Bevor Sie spielen, sollten Sie die Bewegungen für die drei Frühlingslebewesen üben:

  • Schmetterling: Umherlaufen und mit den Flügeln (Armen) flattern
  • Biene: Umherlaufen, mit den Flügeln (Armen) flattern und dabei summen
  • Blume: Sich langsam aufrichten, dann die Arme heben und wie die Blume im Wind sich hin und her wiegen.

Zu Beginn des Spiels hocken sich alle Kinder auf den Boden. Es ist Winter und die Natur schläft noch. Dann kommt die Frühlingsfee und zaubert sie mit ihrem Zauberstab wach. Gehen Sie herum und berühren Sie jedes Kind mit dem Zauberstab und sagen dabei, was es wird. „Schmetterling“, „Biene“ oder „Blume“. Gehen Sie auf die Wünsche der Kinder ein.

So wacht die Natur auf, und immer mehr Schmetterlinge und Bienen flattern und summen um immer mehr Blumen herum. Wenn alle eine Weile geflattert und gesummt haben, rufen Sie: "Und jetzt wird es wieder Winter.“ Nun hocken sich alle wieder hin, und es wird die nächste Fee ausgesucht. Achten Sie darauf, dass, wenn möglich, jeder einmal dran kommt.

Schmetterling du kleines Ding (ab 4 Jahre)

Schmetterling du kleines Ding ist ein klassisches deutsches Kreisspiellied. Alle Kinder stehen dabei im Kreis. Einer ist der Schmetterling und fliegt in der Mitte umher, während alle singen. Bei „such dir eine Tänzerin“ wird das Lied kurz unterbrochen, damit der Schmetterling sich einen Tanzpartner aussuchen kann.

Die beiden Tänzer nehmen sich nun an den Händen und tanzen bis zum Ende des Liedes. Dann lassen sie sich los und fliegen wie Schmetterlinge. Sie suchen sich wieder einen Partner und so geht das Spiel weiter, bis alle einmal getanzt haben.

Text zum Lied: Schmetterling du kleines Ding.

Hin und her im grünen Walde (ab 4 Jahre)

Hin und her im grünen Walde
Hin und her im grünen Walde
Hin und her im grünen Walde
Hin und her im grünen Walde
Du sollst mir folgen
Klipperklipperklapp auf deiner Schulter
Klipperklipperklapp auf meiner Schulter
Klipperklipperklapp auf deiner Schulter
Klipperklipperklapp auf meiner Schulter
Du sollst mir folgen

Hin und her im grünen Walde funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Schmetterling du kleines Ding. Anfangs geht ein Kind in der Mitte des Kreises umher und schlenkert mit den Armen hin und her. Bei „du sollst mir folgen“ sucht es sich einen Partner aus. Nun legen sich beide gegenseitig die Hände auf die Schulter und singen „Klipperklipperklapp“ etc. Bei jedem Durchgang verdoppelt sich also die Anzahl der tanzenden Kinder, bis jeder dran ist.

Text zum Lied: Hin und her im grünen Walde

Vokalvogel (ab 4 Jahre)

Diese Übung ist besonders toll am Ende einer Einheit in der Turnhalle, um wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Setzen Sie sich mit den Kindern in einen Kreis. Achten Sie darauf, dass alle weit genug von einander entfernt sitzen, dass sie sich nicht gegenseitig mit den Armen berühren können.

Sagen Sie langsam: „Wir sind Vögel und wir fliegen.“ Flattern Sie dabei langsam mit den Armen wie ein Vogel. Nach ein paar „Flügelschlägen“ heben Sie die Arme weit hoch und atmen Sie ein (machen Sie dies theatralisch, damit die Kinder Sie imitieren). Dann lassen Sie die Arme langsam sinken und singen dabei auf gleichbleibender Höhe ein langes „aaaah.“ Sobald Sie mit den Händen den Boden berühren, atmen Sie vollständig aus und atmen normal weiter. Dann wiederholen Sie die Übung, indem Sie ein paar Vokale und Umlaute durchgehen. Variiren Sie diese von Mal zu Mal.

Die Kinder haben erfahrungsgemäß großen Spaß am Gleichklang der Töne und üben so die deutschen Vokale. Kündigen Sie, bevor Sie singen, kurz den Laut an, damit alle wissen, welcher Vokal oder Umlaut jetzt dran ist.

Falls jemand absichtlich den Gesang stört, reagieren Sie nicht mit Humor, sondern kündigen Sie an, dass er oder sie von der Übung ausgeschlossen wird und setzen Sie das notfalls in die Tat um. So können die Kinder, ein ruhiges Ende der „Turnstunde auf Deutsch“ erleben. Wenn Sie mögen, können sich alle zum Schluss auf den Rücken legen und Sie singen oder spielen ein ruhiges Lied vor.

Bewegungslieder und weitere Aktivitäten

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Viel Spaß!

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